
Keiner teilt seine Daten
„𝐖𝐢𝐫 𝐛𝐫𝐚𝐮𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐃𝐚𝐭𝐞𝐧𝐩𝐥𝐚𝐭𝐭𝐟𝐨𝐫𝐦, 𝐝𝐚𝐦𝐢𝐭 𝐞𝐧𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐢𝐞 𝐃𝐚𝐭𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐠𝐫𝐞𝐢𝐟𝐞𝐧 𝐤ö𝐧𝐧𝐞𝐧."
Das höre ich oft. Die Plattform wird gebaut. Und dann? Daten werden weiter gehortet.
Die typische Reaktion: Appelle an die Belegschaft, Führungskräfte. Neue Richtlinien. Eskalation. Resignation.
𝐃𝐚𝐬 𝐌𝐮𝐬𝐭𝐞𝐫 Was wir bei Kunden immer wieder sehen: Alle sind für Datenaustausch, aber irgendwie passiert es nicht. Das Data-Team wirbt unermüdlich für den Mehrwert, doch die Bereiche bleiben bei ihren Datensilos. „𝘞𝘢𝘴 𝘴𝘤𝘩𝘪𝘦𝘧𝘨𝘦𝘩𝘦𝘯 𝘬ö𝘯𝘯𝘵𝘦" wiegt schwerer als „𝘸𝘢𝘴 𝘸𝘪𝘳 𝘨𝘦𝘮𝘦𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮 𝘦𝘳𝘳𝘦𝘪𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘬ö𝘯𝘯𝘵𝘦𝘯".
𝐃𝐞𝐫 𝐃𝐞𝐧𝐤𝐟𝐞𝐡𝐥𝐞𝐫 Man behandelt das Symptom als ein Defizit, das es zu reparieren gilt, versucht sich an "Kulturinitiativen" oder gar das Mindset der Mitarbeitenden zu ändern statt die wahre Ursache zu identifizieren. Es heißt: "𝘋𝘪𝘦 𝘸𝘰𝘭𝘭𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘭𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵!"
𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐦ö𝐠𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐄𝐫𝐤𝐞𝐧𝐧𝐭𝐧𝐢𝐬 Eine Kulturanalyse kann sichtbar machen: Daten zu horten ist im Kontext der Mitarbeitenden völlig rational. Es gibt schlicht keinen gemeinsamen Business Need, der geteilte Daten erfordert.
𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐌ö𝐠𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐯𝐞𝐧𝐭𝐢𝐨𝐧 Nicht predigen, sondern ein konkretes Geschäftsproblem sichtbar machen, das nur bereichsübergreifend lösbar ist. Pull statt Push. Zwei Bereiche, ein geteiltes Problem, zu dessen erfolgreichen Lösung es Daten aus beiden Welten bedarf. Wenn der Mehrwert sichtbar wird, lernt das System: Teilen schafft Vorteil, nicht Risiko.
Aber Vorsicht: Das ist kein Rezept zum Kopieren. Was blockiert die Wertschöpfung mit Daten in Eurer Organisation? Das gilt es herauszufinden.
Das ist Datenkultur als 𝐒𝐞𝐢𝐬𝐦𝐨𝐠𝐫𝐚𝐩𝐡 statt als Designobjekt. Mehr dazu in meinem neuen Artikel auf der Computerwoche.
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Link zum vollständigen Artikel: 👉 https://www.computerwoche.de/article/4157653/warum-sie-datenkultur-nicht-designen-konnen.html