
Organisationsdesign für Daten & KI
Trendthemen wie das datengetriebene Unternehmen sowie KI sind seit Jahren Treiber für Veränderungen oder gar Transformationen in Organisationen. Bei jedem Management-Hype gilt es, klug zwischen Aktionismus und wirksamer Verbesserung zu differenzieren. Das ist bei Daten und KI nicht anders. Modernes Organisationsdesign liefert wertvolle Werkzeuge hierfür. Komplexität Ein solches Werkzeug ist die Differenzierung zwischen komplizierten und komplexen Problemen/Kontexten (siehe z.B. dynamikrobuste Unternehmen, Cynefin Framework oder Stacey Matrix). Die einzelnen Probleme (Use Cases), die ein Unternehmen mit Daten und KI adressieren möchte, gilt es entsprechend zu durchleuchten. So weisen die folgenden Use-Case-Spielfelder eine aufsteigende Komplexität auf, die einen unterschiedlichen Umgang bei Bewertung und Umsetzung erfordert:
- Datendemokratisierung: Daten compliant zugänglich machen, Interpretationskompetenz fördern
- Automatisierung: Tätigkeiten, für die sich Regeln ableiten lassen – manuell oder per KI
- Entscheiden: Daten und Erkenntnisse in menschliche Entscheidungsprozesse einbeziehen
- Innovation & Strategie: Hypothesen datenbasiert prüfen und Wettbewerbsvorteile schaffen
Kultur Organisationsdesign bietet Werkzeuge für den Umgang mit Datenkultur. Ignoriert man Kultur, bleibt man auf einem Auge blind, und die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns von Use Cases, KI-Initiativen oder Transformationsprogrammen steigt signifikant.
Führung Es herrscht Konsens, dass die Unterstützung durch Führungskräfte einschließlich des Top-Managements entscheidend ist. Das angestrebte Zielbild wird häufig als Data Leadership bezeichnet. Auch hierfür stellt Organisationsdesign wichtige Werkzeuge bereit.
Schnittstellen Ein Schlüssel für den wertstiftenden Einsatz von Daten und KI ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Technische Datenteams integrieren Daten, bereiten sie auf und erstellen Analysen. Geschäftliche Anwender verstehen die zu lösenden Probleme. Beide Kompetenzen sind notwendig. Organisationsdesign kann helfen die entsprechenden Schnittstellen zu gestalten.
Wertschöpfungsbezug Probleme zu lösen, die eigentlich keine sind, ist selten sinnvoll und dennoch verbreitet. Gesunden Menschenverstand zu nutzen, um Derartiges zu vermeiden, ist auch außerhalb des Organisationsdesigns wertvoll. Gleichzeitig schärft Organisationsdesign den Blick, Problemursachen zu identifizieren, und hilft so, Verschwendung zu vermeiden.
Fazit Die Potenziale aus Daten, Analytics und KI zu identifizieren, zu bewerten und zu heben, bedarf eines holistischen Blicks auf Organisationen. Neben technologischen Kompetenzen aus Daten, KI und IT braucht es Strategie und Organisationsdesign, um kostspielige Spielereien zu vermeiden.
Lust, solche Organisationen mitzugestalten? Lass uns sprechen.